QUINTA DA ROMANEIRA


 



INFORMATIONEN

Regionen: Douro
Land:  Portugal

BESCHREIBUNG


Der Zugang ist spektakulär. Der Weg führt in engen Serpentinen zum Haus hinunter, das tief im Tal unten an einer der unzähligen Windungen des Douro liegt. Die Quinta da Romaneira liegt in der Gemeinde Cotas und gehört zu den drei oder vier grössten Gütern in der Region – sie beansprucht den grössten Teil der Costa do Roncão bis Carrapate und belegt über zwei Kilometer des Douro-Ufers. Diese Region steht im Rufe, Weine erster Qualität hervorzubringen, und es wird gesagt, die grössten Weine seien aus Trauben gekeltert, die mit Sicht auf den Douro oder seine Nebenflüsse wachsen – alle Rotweinlagen von Romaneira sind dem Fluss zugewandt.


Romaneira kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Bezüglich der Herkunft des Namens existieren verschiedene Theorien, aber der Ursprung dürfte bei den Römern zu finden sein, die in der Region Douro Reben kultivierten. Jedenfalls sind bereits im 17. und 18. Jahrhundert Rebberge dokumentiert. Die Quinta gehörte über Generationen der Familie Sousa Guimarães, deren Initialen sowie die Jahreszahl 1854 immer noch auf dem Eingangstor zu sehen sind. Als eine der wichtigsten Quintas erscheint Romaneira auch auf Baron Forresters Karte des Douro, und sie wird von den grossen Portweinautoren des 19. Jahrhunderts lobend erwähnt. Schon damals wurden der Charakter und die Persönlichkeit der Romaneira-Weine auf die Touriga Nacional zurückgeführt. Heute repräsentiert diese Sorte mit 40% die Mehrheit der Rebstöcke, und sie ist das Schlüsselelement in den besten Port- und Tafelweinen der Quinta.




Sie ist ein typischer Mischkulturbetrieb, in dem Mandel-, Oliven- und Obstbäume wachsen – kleine Orangen hängen fast das ganze Jahr an den Ästen, unter ihren harten, dicken Schalen verbirgt sich eine unglaubliche Geschmacksfülle. Der Honig ist dunkelbraun, dick, würzig, seine aromatische Süsse findet sich auch in den Ports wieder. Allen Weinen gemeinsam ist der "goût du terroir", die unverwechselbare Charakteristik des Herkunftsortes. Man sagt den Romaneira-Weinen den Duft der "esteva" nach, einer wilden Blume, die an den Hängen des Douro zur Zeit der Weinlese blüht ...


Durch die Ausdehnung der Rebberge zwischen 75 und 525 m.ü.M. herrscht kein einheitliches Klima, sondern unterteilt sich in eine Vielzahl von Mikroklimate. Die Verteilung der Parzellen auf verschiedene Höhenlagen erlaubt Weine mit differenzierten Charakteren und garantiert jedes Jahr Produktion und Qualität. Ein weitere Vorteil dieser Verteilung sind die abgestuften Reifezeiten, die genügend Zeit für eine sorgfältige Vinifikation der Einzellagen lassen.


2004 wurde die Quinta da Romaneira, bis dann in privatem Besitz, verkauft und von den neuen Eigentümern von Grund auf renoviert. Obwohl die Herstellung von Portweinen – Vintage Ports, LBV, 10 Years und 40 Years Old Tawnies – weitergeführt wird, liegt der Schwerpunkt heute bei der Produktion grosser, unfiltrierter Douro-Weine. Dies sind hauptsächlich Rotweine, es werden jedoch auch einige Weiss- und Roséweine gekeltert. Im gleichen Jahr, in dem die Quinta den Besitzer wechselte, wurden schon Weine produziert und vermarktet, ein Erfolg, der nicht zuletzt der Arbeit im Rebberg zu verdanken ist. Ausgewählte Rebsorten wurden neu gepflanzt, um der durch die unterschiedlichen Mikroklimate und Terroirs komplexen Situation weiter gerecht zu werden.


Der Boden ist gut für Portwein, karger, trockener Schiefergrund, in dem sich die Wurzeln der Rebstöcke so lange durch die Felsspalten winden, bis sie auf Wasser und Nährstoffe stossen. Auf über 85 ha der Quinta werden Reben kultiviert, hauptsächlich die edlen Douro-Sorten Touriga Nacional, Touriga Franca, Tinta Roriz und Tinto Cão, aber auch kleine Mengen weisser Sorten wie Gouveio, Malvasia Fina und Viosinho. Auf einigen Hektaren wurden Versuchspflanzungen mit der importierten Syrah und Petit Verdot angelegt, welche vielversprechende Resultate zeigen.


Obwohl Technologie alleine noch keinen grossen Wein hervorbringt, braucht auch ein gutes Team professionelles Handwerkszeug. 2005 ergab sich mit dem Entschluss, eine neue Anlage für die Weinbereitung zu erstellen, die Gelegenheit, die ideale Dourotal-Kellerei von Grund auf zu konzipieren. Viele Adegas in der Region Douro haben ihren Ursprung im 18. oder gar 17. Jahrhundert. Das sorgt für ein malerisches Erscheinungsbild, macht sie aber nicht praktisch. Für den Bau wurde bei Romaneira eine grosse Grube geöffnet und die Kellerei zu zwei Dritteln im Boden versenkt. Das ist gut für die Weinlagerung und hilft, kühle Konditionen zu bewahren.


Die Lagares sind aus rostfreiem Stahl und vereinigen so in sich die Vorteile sowohl traditioneller wie auch moderner Weinbereitung. Die Trauben werden schonend mit den Füssen gestampft, der Behälter kann jedoch nach Bedarf geheizt oder gekühlt werden. Die Lagerung in temperaturkontrollierten Stahltanks gibt dem Weinmacher die nötige Flexibilität sowie die Möglichkeit, die Persönlichkeit der Reben von Romaneira voll zum Ausdruck zu bringen.

 

TRAUBENSORTEN

Rote Rebsorten
Tinta Roriz | Tinto Cão | Touriga Franca | Touriga Nacional

Über uns

Die Gomes Weine AG verfügt über mehr als dreissig Jahre Erfahrung mit Weinen aus Portugal, Spanien und Frankreich. Als Importeure legen wir Wert auf höchste Weinqualität, und eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet uns mit den besten Weinmachern dieser Länder.

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