PAYS DE LOIRE


 



INFORMATIONEN

Regionen: Pays de Loire
Land: França

BESCHREIBUNG


MUSCADET SÈVRE ET MAINE

Muscadet Sèvre et Maine ist ein Weisswein, der in der Region am westlichen Ende des Loire-Tals, im Pays de la Loire, in der Nähe von Nantes wächst. Er wird ausschliesslich aus der Melon de Bourgogne gekeltert und stellt den Hauptanteil der an der Loire produzierten Weine. Die Melon de Bourgogne wurde um den Beginn des 18. Jahrhunderts in der Region eingeführt, und nach dem schweren Frost im Jahre 1709, der die meisten Reben in der Region zerstörte, wurde sie dominant.

Die Appellation wird in drei Sub-Appellationen unterteilt.

- Muscadet-Sèvre et Maine, 1936 zur Appellation erklärt, bedeckt 8217 ha und umfasst einundzwanzig Dörfer im Departement Loire-Atlantique und zwei im Departement Maine-et-Loire. Diese Appellation produziert 80% aller Muscadets.
- Muscadet-Côteaux de la Loire, 1936 zur Appellation erklärt, bedeckt 180 ha und umfasst vierundzwanzig Dörfer über die Departemente Loire-Atlantique und Maine-et-Loire.
- Muscadet-Côtes de Grandlieu, 1996 zur Appellation erklärt, profitiert vom Mikroklima um den Grandlieu-See. Sie bedeckt 717 ha und umfasst siebzehn Dörfer im Departement Loire-Atlantique und zwei Dörfern im Departement Vendée.

Die Nähe zu Nantes und der Atlantikküste bringt einen starken maritimen Einfluss. Er sorgt für ein kühleres Klima als im Rest des Loire-Tals und für mehr Niederschlag. Der Winter kann streng sein, Frost ist üblich und droht bis in das Frühjahr.

Die Reblagen des Muscadet sind über eine Vielfalt von Terroirs verteilt, sie reichen von sanften Hängen in Flussnähe über langgezogene Hügel bis zum flachen, fruchtbaren Land in der Nähe der Loire-Mündung. Die idealsten Lagen befinden sich in den Hügeln der Sub-Appellation Muscadet-Sèvre et Maine südlich und östlich von Nantes. Der Boden ist hier reich an Magnesium und Kalium, er besteht aus Lehm, Kies und Sand auf einer Unterlage aus Gneiss, Schiefer, Granit und Vulkangestein. In der gesamten Muscadet-Region sind die Böden gut drainiert – eine Notwendigkeit in einem so feuchten Gebiet wie dem Pays Nantais. In dem weitergefassten Gebiet der Muscadet AOC besteht der Boden vorwiegend aus Silt und Sand, während die Böden von Muscadet-Côteaux de la Loire eine hohe Konzentration an Schiefer aufweisen und Muscadet-Côtes de Grandlieu aus Granit- und granitbasiertem Grund besteht.

In der Muscadet-Region sind vier Stufen bekannt. Die tiefste ist AOC Muscadet, welche die gesamten 13'000 ha der Region umfasst. Seit den 1990er Jahren ist auf diesem Niveau der Gebrauch des Zusatzes „sur lie“ untersagt.

Dann folgen die drei Sub-Appellationen, welche verschiedene Mikroklimate repräsentieren: Muscadet-Sèvre et Maine; Muscadet-Côteaux de la Loire, die die nördlichsten Ausläufer des Gebietes einschliesst; und Muscadet-Côtes de Grandlieu, das sich im Südwesten um den gleichnamigen See ausbreitet. Als die nördlichste Sub-Appellation, kann die Qualität der Weine von Muscadet-Côteaux de la Loire je nach Jahrgang stark schwanken. In kühleren Jahren haben die Trauben Mühe zu reifen und lassen die Frucht zum Ausgleich der Säure vermissen, in wärmeren Jahren bringt dieses Gebiet aber die ausgewogensten Weine hervor. Muscadet-Côtes de Grandlieu ist die jüngste AOC – bevor sie den Status einer Sub-Appellation zugesprochen erhielt, wurden hier fast drei Viertel der einfachsten Muscadet AOC produziert. Gut gemachte Beispiele des Muscadet-Côtes de Grandlieu charakterisieren sich durch ein blumiges Bouquet und einen mineralischen Körper.

Die Sub-Appellation Muscadet-Sèvre et Maine ist die produktivste und bemerkenswerteste Region des Muscadet, hier werden mehr als drei Viertel der gesamten Menge produziert. Im Gegensatz dazu produziert Muscadet-Côteaux de la Loire AOC nur 20% der Menge von Muscadet-Sèvre et Main. Sie liegt östlich und südlich von Nantes und wird nach den Flüssen Sèvre et Maine benannt, an deren Ufer sie liegt.

Die grösste Gefahr geht vom Winter- und Frühjahrsfrost und vom Mehltau gegen die Ernte zu aus. Die Melon de Bourgogne passt gut in diese Konditionen, da sie sehr frostresistent ist und früh reift. Die Ernte findet normalerweise Mitte bis Ende September statt, die traditionelle Methode besteht darin, früh zu pflücken, um die Säure, die Hauptcharakteristik der Muscadet-Weine, zu erhalten.

Etwa 45% der Muscadet-Sèvre et Maine reifen „sur lie“. Diese Weine neigen zu einem etwas volleren Körper, gute Exemplare sind ausgewogen zwischen Frucht, Säure und Struktur. Der Prozess „sur lie“ besteht darin, den Wein in dauerndem Kontakt mit den abgestorbenen Hefezellen zu halten, die als Ablagerung auf dem Fassboden liegen. Mit der „Bâtonnage“ wird dieses Depot aufgerührt, es kommt in engeren Kontakt mit den holzbasierten Tanninen und den Pigmenten, die in den Wein extrahiert werden. Das Depot wirkt als eine Art Puffer zwischen dem Wein und den Eichenkomponenten, das erlaubt dem Wein seine Farbe zu behalten und nicht zu streng oder tanninlastig zu werden. In den späten 1990er Jahren begannen immer mehr Hersteller, die Mazerationsdauer vor der Gärung auszudehnen. Durch die längere Mazeration werden mehr phenolische Verbindungen aus den Häuten gelöst, was den Weinen grössere Komplexität verleiht.

Muscadets werden normalerweise im dem Erntejahr folgenden Frühling oder Herbst abgefüllt. Zur Zeit der Abfüllung kann immer noch etwas Kohlendioxid im Wein vorhanden sein, was ihm einen leicht moussierenden Charakter geben kann. Nach den französischen AOC-Regulierungen darf der maximale Alkoholgehalt eines Muscadet 12 Vol.-% nicht überschreiten.

Vor den frühen 1990er Jahren konnte jeder Produzent von Muscadet-Weinen die Bezeichnung „sur lie“ auf der Etikette anbringen, unabhängig von der Dauer und Art, die der Wein in Kontakt mit der Hefe verbracht hatte. 1994 erliessen die französischen Behörden eine Vorschrift, die den Gebrauch von „sur lie“ jenen Weinen vorbehält, die einer vorgegebenen Linie entsprechen. Während heute die Subregionen Muscadet-Sèvre et Maine, Muscadet-Côteaux de la Loire und Muscadet-Côtes de Grandlieu die Bezeichnung verwenden dürfen, ist dies den AOC Muscadet deklarierten Weinen untersagt. Der Wein muss mindestens einen ganzen Winter lang auf der Hefe liegen und darf nicht vor der dritten Woche des dem Erntejahr folgenden März abgefüllt werden. Manche Weine bleiben länger auf der Hefe, um einen volleren Körper zu erreichen, und werden erst zwischen Mitte Oktober und Mitte November abgefüllt. Zurzeit gibt es keine Vorgaben bezüglich der Grösse oder der Art des Behälters, in dem der Wein auf der Hefe liegt. Jede Fassgrösse und sogar rostfreie Stahltanks sind zugelassen – alle so gelagerten Muscadets dürfen die Bezeichnung „sur lie“ benutzen.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden mehr als 2500 Rebberge in der Muscadet-Region von unabhängigen Bauern gepflegt, die entweder ihren eigenen Wein abfüllen oder ihre Trauben an einen der vierzig regionalen Négociants verkaufen. Diese Händler mischen die Weine und füllen sie unter ihrer eigenen Etikette ab.

 

PRODUZENTEN

Château du Coing


TRAUBENSORTEN

Weisse Rebsorten
Muscadet


 

Über uns

Die Gomes Weine AG verfügt über mehr als dreissig Jahre Erfahrung mit Weinen aus Portugal, Spanien und Frankreich. Als Importeure legen wir Wert auf höchste Weinqualität, und eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet uns mit den besten Weinmachern dieser Länder.

Tel:
++41 61 303 04 50
Fax: 
++41 61 303 04 54

   
E-mail
gomesweine@gomes-weine.ch
   
Ladenöffnungszeiten
Montag - Freitag: 09:00 - 12:00 und 14.00 – 18.30
Samstag: 10.00 – 16.00
Termine nach Vereinbarung