BORDEAUX


 



INFORMATIONEN

Regionen: Bordeaux
Land: França

BESCHREIBUNG


BORDEAUX UND ST. ÉMILION

BORDEAUX

Das Rebbaugebiet von Bordeaux, die „Vignoble de Bordeaux“, liegt in der Aquitaine im Südwesten Frankreichs. Einige der hier hergestellten Weine gehören zu den weltweit prestigeträchtigsten und erreichen absolute Spitzenpreise. Die Produktion ist vielfältig – ca. 80% entfallen auf Rotweine und etwa 20% auf trockene Weissweine oder Süssweine, dazu kommt etwas Rosé, Clairet und Schaumwein.

Im Jahre 2010 waren 117'200 ha in Produktion, wobei sich diese Zahl auf die gesamte deklarierte Ernte ohne die jungen Rebstöcke bezieht. Nur 1800 ha davon produzierten Vin de table, der Rest sind AOC-Lagen. Mit einer Produktion von fünf bis sechs Millionen Hektolitern pro Jahr ist die Gironde hinsichtlich der Menge das dritte französische Weinbaudepartement hinter Hérault und Aude, aber das erste bezüglich der Menge AOC-klassierter Weine.

Seine geographischen Grenzen sind theoretisch jene des Departementes Gironde, aber die Pflanzungen sind nicht gleichmässig verteilt. 505 der 542 Gemeinden des Departementes gehören zur Appellation, davon ausgenommen sind Les Sables und Les Landes de Bordeaux, die sich nicht für den Weinbau eignen. Ebenfalls ausgenommen ist das Zentrum der Agglomeration Bordeaux sowie die zu fruchtbaren, feuchten Zonen entlang der Flüsse („palus“).

Das Rebbaugebiet wird traditionell in mehrere Sub-Appellationen unterteilt: Médoc, Graves und Sauternes am linken Ufer der Garonne, Entre-deux-mers zwischen Garonne und Dordogne sowie Libournais, Blayais et Bourgeais auf dem rechten Ufer der Dordogne. Die Existenz von insgesamt achtunddreissig Appellationen erklärt sich durch die Verschiedenheit des Bodens, der kultivierten Rebsorten, die Art der Kultivierung und der Vinifikation.

Das vom Atlantik beeinflusste Klima ist gemässigt – warm genug, um den Rebbau sogar auf flachem Terrain zu erlauben, und der Niederschlag ist gleichmässig auf das ganze Jahr verteilt mit Schwerpunkt im Herbst. Ein vorgezogener Frühlingsbeginn geht normalerweise einem schwierigen Jahr voraus, im Gegensatz dazu bringt ein schöner Spätherbst gute Jahrgänge. Die Lage sorgt für milde Winter und heisse Sommer ohne Trockenheit, die Sonnenscheindauer lässt die Trauben einen guten Reifegrad erreichen.

Die rote Hauptsorte der Gironde ist mit 69'407 ha die Merlot, gefolgt von der Cabernet Sauvignon mit 25'637 ha und der Cabernet Franc mit 11'503 ha. Unter den weissen Sorten dominieren die Sémillon mit 7236 ha und die Sauvignon blanc mit 5515 ha. Die erste beherrscht die Appellationen der Süssweine, die zweite prägt die trockenen Weissweine der Region. Die Proportionen unter den Sorten variieren nach Produzent und Jahrgängen. Bei den roten ist es das Trio Merlot / Cabernet Sauvignon / Cabernet Franc, bei den weissen das Duo Sauvignon blanc / Sémillon. Dem Prestige der Bordeaux-Weine ist es zu verdanken, dass die Merlot, die Cabernets und die Sauvignons in aller Welt anzutreffen sind.

Die Merlot ist eine robuste Sorte mit gutem Ertrag, aber empfindlich auf Mehltau. Unter den roten Sorten des Bordelais reift sie als erste, ihre Beeren weisen eine feine, auf Fäule empfindliche Haut auf. Der Wein daraus ist aromatisch und nicht zu tanninreich, er kann sowohl jung getrunken wie auch gelagert werden, und in eine Assemblage bringt er Zucker und Alkohol hinein. Diese Sorte wird am linken Ufer weniger angebaut, aber sie ist trotzdem überall vertreten, vor allem in Margaux. Am rechten Ufer, hauptsächlich im Pomerol, ist sie dominant.

Die Cabernet Sauvignon reift eher spät, durchschnittlich eine bis zwei Wochen nach der Merlot. Ihre kleinen, dickhäutigen Beeren sind kaum von der Fäule betroffen, die Weine daraus sind streng, kraftvoll, tanninreich und benötigen eine lange Lagerung. Vor der Vollreife geerntet, entwickelt sie grasige Aromen. Sie ist die dominante Rotweinsorte am linken Ufer in den prestigeträchtigen Appellationen des Médoc und seltener am rechten Ufer.

Die Cabernet Franc ist etwa zehn Tage früher reif als die Cabernet Sauvignon, sie trägt ebenfalls kleine Beeren. Der Wein daraus ist weniger tanninreich und farbintensiv, dafür aromatischer. Sein Anteil in den Assemblagen des Bordelais ist normalerweise gering, ausser in einigen Saint-Emilions.

Die Sémillon ergibt trockene Weissweine, in denen sich ihre Frucht mit der Zeit durchsetzt. Ertragreich, aber empfindlich auf Mehltau, ertragen die grossen, dickhäutigen Beeren die Edelfäule, die Schale bleibt dicht. Sie findet vor allem in alkoholstarken, voluminösen Süssweinen wie dem Sauternes Verwendung.

Die Sauvignon blanc ist eine ertragreiche Sorte und die Grundlage der weissen, trockenen Bordeaux-Weine. Sie verleiht leichte Fruchtigkeit sowie Säure – auch in den Süssweinen. Sie ist im ganzen Anbaugebiet anzutreffen.


SAINT-EMILION

Die Appellation St-Emilion liegt am dem rechten Ufer der Dordogne auf einem östlich-westlich ausgerichteten Hang, der sich in sanften Neigungen gegen Norden wendet. Als Herzstück der Appellation gilt das ca. 2000 ha grosse Kalkplateau zwischen St-Emilion und Castillon-la-Bataille über der Dordogne, das reichhaltige, fruchtige und delikate Weine hervorbringt. Die besten stammen vom Südwest- und Südrand, wo acht der elf Premier Grand Cru Classées angesiedelt sind. Die Weine sind reichhaltig und geschmeidig, Eigenschaften, die auf den Boden, das Mikroklima und die gute Drainage der zehn bis fünfzehn Meter dicken Kalkschicht zurückzuführen sind.

Das Gebiet umfasst die acht Gemeinden St-Emilion, St-Christophe-des-Bardes, St-Laurent-des-Combes, St-Hippolyte, St-Sulpice-de-Falgens, St-Pey-d'Armens, St-Etienne-de-Lisse, Vignonet und einen Teil von Libourne. Die Vielfalt der Weine von St-Emilion beruht auf der Grösse des Gebietes und der Verschiedenheit der Böden, die gute Voraussetzungen für die Merlot bieten. Auch in den restlichen Gemeinden der Appellation herrscht die Merlot mit einem Anteil von 60% in den Rebbergen vor. Der Kiessandboden an der Grenze zu Pomerol eignet sich besser für die Sorten Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.

Die mehrere Meter dicke Kiessandzone entlang der Dordogne sowie der sandige Boden ergeben keinen bestimmten Typ, sondern Weine mit eigenen Charakteren. Diese Vielfalt beruht auch auf dem Umstand, dass das St-Emilion als die Region der Kleinbetriebe gilt und die durchschnittliche Grösse eines Gutes, von Ausnahmen abgesehen, kaum mehr als 10 ha beträgt.

Die St-Emilion d'Appellation d'Origine Contrôlée ist Gegenstand einer strengen jährlichen Klassierung unter Aufsicht des Institut National des Appellations d'Origine Controlée, des Syndicat Viticole de St-Emilion. Alle in diesem Gebiet erzeugten Weine dürfen sich St-Emilion AOC nennen, nur die besten gehören jedoch zum Kreise der Grand Crus. Nicht die Herkunft entscheidet, sondern die Qualität der Weine, an die in den Degustationen sehr strenge Massstäbe angelegt werden. Die Klassifizierung der Weine von Saint-Emilion datiert von 1954 und wird alle zehn Jahr revidiert. Sie unterteilt in zwei Kategorien, den „Saint-Emilion Premier Grand Cru Classé A et B“ und „Saint-Emilion Premier Grand Cru Classé“. Zurzeit werden 72 Crus klassiert, davon 15 Premier Grand Cru Classé (2 A und 13 B) und 57 Grand Cru Classés.

 

PRODUZENTEN

Delacour


TRAUBENSORTEN

Rote Rebsorten
Cabernet Franc | Merlot

 

Über uns

Die Gomes Weine AG verfügt über mehr als dreissig Jahre Erfahrung mit Weinen aus Portugal, Spanien und Frankreich. Als Importeure legen wir Wert auf höchste Weinqualität, und eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet uns mit den besten Weinmachern dieser Länder.

Tel:
++41 61 303 04 50
Fax: 
++41 61 303 04 54

   
E-mail
gomesweine@gomes-weine.ch
   
Ladenöffnungszeiten
Montag - Freitag: 09:00 - 12:00 und 14.00 – 18.30
Samstag: 10.00 – 16.00
Termine nach Vereinbarung