Produktion

Wein ist vergorener Traubensaft, die Umwandlung von Zucker in Alkohol... auch wenn das grundsätzlich stimmt, so lässt die Weinbereitung natürlich nicht so simpel zusammenfassen: Weissweine und Rotweine sind das Ergebnis eines weitaus komplexeren Prozesses. Jedes Jahr muss der Önologe aus dem vorhandenen Material, dass ihm nicht immer im gleichen Zustand und Mass zur Verfügung steht, einen Wein machen, der sowohl seiner Herkunft gerecht wird und gleichzeitig die Eigenheiten des vergangenen Jahres spiegelt..

Wie kommen die Bläschen in den Espumante, den spritzigen Schaumwein aus Portugal? Der bekannteste kommen aus der Region Bairrada, dort wird manchmal auch junger Rotwein “aufgeschäumt“, ein erfrischendes Getränk zur deftigen Küche. Ob Bairrada, Setúbal oder Alentejo, es gibt da verschiedene Möglichkeiten, die Perlen in den Wein zu bringen. In unserem Falle ist’s die “méthode champenoise“ oder, wie die Portugiesen sagen, “metodo classico“.

Für die Herstellung der Portweine gibt es nur eine Methode. Über die Jahrhunderte entwickelt und perfektioniert, liegt sie den wunderbaren roten Süssweinen aus dem Douro zugrunde. Sie wird aber auch für die Moscatels de Setúbal und Madeira angewendet – die gleiche Tradition, angepasst an die regionalen Rebsorten und Bedingungen, um unverwechselbare Weine zu schaffen.

Einen andern Weg haben die Weinmacher im südlichen Spanien – zwischen der Strasse von Gibraltar und der spanischen Grenze – gewählt. Um die hiesigen Weine vor den hohen Temperaturen zu schützen, wurden die Kathedralen des Jerez/Sherry errichtet, fragile Holzbauten, der Zweck die Form bestimmte: sie sind für das Auge so ästhetisch wie die Weine für den Gaumen.

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